Standard Tuning

Standard Tuning

Was ist das Standard Tuning?

Als Standard Tuning bezeichnet man die am weitesten verbreitete Gitarrenstimmung, bei der die Gitarre auf die Töne EADGBE gestimmt wird. Diese Grundstimmung ergibt, im Gegensatz zu vielen Alternate Tunings, leer angeschlagen keinen wirklich brauchbaren Akkord.

Weitere Informationen zum Standard Tuning mit Übungen zur Griffbrettorientierung und Intervallen, Downloads etc. findet ihr auf meiner Website 12hoch2.de.

Gitarre stimmen

Die Saiten werden nach folgendem Prinzip gestimmt:

SaiteTon
6E
5A
4D
3G
2B
1E

In der folgenden Abbildung sieht man, wie man die Gitarre im Standard Tuning nach Gehör stimmen kann.

Stimmen im Standard Tuning

Griffbrettorientierung

In der folgenden Abbildung seht ihr alle Töne bis zum 15. Bund in der Standardstimmung.

Alle Töne in Standard Tuning (C betont) (seitlich scrollbar)

Intervalle

Oktaven

Oktaven (1) in der Standardstimmung.

Lagen der Oktaven im Standard Tuning (seitlich scrollbar)

Quinte

Grundton (1) und Quinte (5) in der Standardstimmung.

Lagen von Grundton und Quinte im Standard Tuning (seitlich scrollbar)

Große Terz

Grundton (1) und große Terz (3, Durterz) in der Standardstimmung.

Lagen von Grundton und großer Terz (Dur) im Standard Tuning (seitlich scrollbar)

Kleine Terz

Grundton (1) und kleine Terz (b3, Mollterz) in der Standardstimmung.

Lagen von Grundton und kleiner Terz (Moll) im Standard Tuning (seitlich scrollbar)

Besonderheiten des Standard Tunings

Im Standard Tuning sind alle Saiten, außer der B-Saite in Quartabständen gestimmt. Die B-Saite ist in Bezug auf die G-Saite im Intervall einer großen Terz gestimmt. A ist die Quarte von E, D ist die Quarte von A u.s.w. Das B ist die große Terz von G.

Diese Grundstimmung ergibt nicht, wie bei vielen Alternate Tunings einen Akkord, wenn man die Saiten leer anschlägt. Der Vorteil dieses Tunings ist, dass sich einige Akkorde leichter greifen lassen. Das ist natürlich eine sehr subjektive Betrachtung. Während sich viele Jazz-Akkorde in der Standard-Stimmung leichter realisieren lassen, als z.B. in Open G, sind es wieder jede Menge Spieltechniken, die einfacher in einem Alternate Tuning realisierbar sind.

Der klare Vorteil ist, wie bei jeder Standardisierung, dass Songmaterialien, Übungen, Anleitungen etc. in wesentlich höherem Umfang erhältlich sind, als bei Alternate Tunings. Ein Austausch mit anderen Gitarristen in Bezug auf die Standard Stimmung ist auch wesentlich wahrscheinlicher, als dass jemand ein bestimmtes alternatives Tuning beherrscht.

Als Nachteil könnte man anführen, dass gängige Akkorde in ihrem Klangbild schon in unzähligen Songs gehört wurden. Andere Tunings bringen da schon mal eher unverbrauchte Klänge.